Dein, mein, unser Butler

Wie lange gibt es denn schon DeinButler?
Uns gibts jetzt schon seit 2010. Davor haben wir es auch schon ein paar Jahre gemacht, aber in Füssen. Dort haben wir einen Lieferservice in dem Stil gegründet – das war bereits 2006. Danach sind wir, mein schon damaliger Geschäftspartner und ich, nach München gezogen und später nach Regensburg.

Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen einen Lieferservice zu gründen?
In Füssen gab es eine Kantine, das war auch mit den drei verschiedenen Gerichten sehr lecker. Nur hat es nicht jeder so gesehen. Dann haben wir deswegen einen Heimservice für uns und unsere Freunde gegründet, dass jeder was zum Essen bestellen kann. Und wir dachten uns: Warum macht des sonst keiner? Wenn sich mehrere zusammentun würden, würde sich das bestimmt rentieren! Und so hat das damals mit vier Restaurants begonnen. Da wir sehr in Regensburg verwurzelt waren, haben wir das Geschäft hier in unsere Heimatstadt gebracht.

Wie alt wart ihr, als ihr das alles begonnen habt? 17 Jahre.
Wow, das ist aber schon sehr jung!
Ja mei, es war ein selbstbestimmtes Arbeiten und meine Oma, zu der ich gezogen bin, hat im Alter von zwei Jahren schon aufm Bauernhof geholfen. Das ist in der Familie einfach so. Wir arbeiten alle sehr gerne.

Wie seid ihr eigentlich auf den Namen DeinButler gekommen?
Wir hatten das Geschäft erst 2010 auf diesen Namen umbenannt. Wir wollten dieser Rolle, die wir einnehmen wollten, gerecht werden. Die Überlegung war einfach, dass der Gesamteindruck passt und das bei den Kunden auch gut ankommt. Es soll einfach gut aussehen. Und eine rote Fliege macht einfach auch was her.

Was unterscheidet euch in Regensburg von anderen Lieferdiensten?
Wir waren die ersten! *schmunzler
Wir liefern bis zu 12 Kilometer und überlegen uns auch was der Wirt braucht – es soll ja eine Win Win Situation für jeden sein. Deshalb ist es wichtig, dass wir so weit liefern. Es gibt Kunden, die ungern fahren und aus anderen Gründen nicht können. Wir hatten sogar schon 2010 unser erstes Elektro-Fahrrad, aber aus Sicherheitsgründen bevorzugen wir das Auto. Außerdem kommt das Essen wärmer an und wir haben so die Möglichkeit weiter zu fahren, nicht nur die Kunden zu bedienen, die eigentlich aus Sicht des Wirts ins Restaurant kommen sollen, weil sie eh schon nah dran sind. Für die Wirte ist es interessant mehr Kunden zu erreichen. Also nicht unbedingt die Gäste, die im Umkreis von einem Kilometer sind. Es bedeutet aber auch, dass Kunden, die weiter weg sind, einen höheren Bestellwert erreichen müssen, weil wir weiter fahren müssen. Aber mit unserem System ist es machbar, trotz weiter Strecke ohne hohe Kosten zu bedienen. Glücklicherweise wird das auch sehr geschätzt. Natürlich kommt es vor, dass der eine oder andere sein Essen gerne 10 Minuten früher hätte – hungrige Menschen gehören zu den schwierigsten. *schmunzler

Aber wenn sie dann ihr Gericht haben, sind sie kurz danach wieder ganz lieb.
Keiner ist gerne hungrig. In Regensburg haben wir außerdem auch eine sehr treue Kundschaft, die uns von Anfang an begleitet hat. Das freut uns natürlich sehr!
Und was uns noch besonders auszeichnet ist, dass man bei uns zum selben Preis wie beim Restaurant bestellen kann – ohne Liefergebühr! Es gibt auch für die extrem Hungrigen die Möglichkeit eine Express-Lieferung zu wählen. Das kostet dann aber ein wenig mehr.

Macht ihr das eigentlich immer noch so, dass man bei mehreren Lokalen gleichzeitig bestellen kann und es auf einmal geliefert wird?
Ja genau, das geht. Es ist oft so, dass der eine Pizza möchte, der andere aiatisch. So muss man sich nicht einig werden und kann sein Lieblingsessen wählen. Dieses System hat übrigens auch kein anderer Lieferdienst.

Ist euch mal was außergewöhnliches passiert?
Hm ja, was ich hier so ganz unverfänglich erzählen kann? *schmunzler
Manche unserer Fahrer haben ihre Freundinnen über die Arbeit kennengelernt. Es ist tatsächlich schon ein paar Mal vorgekommen, dass sich jemand gemeldet und nach einem unserer Fahrer erkundigt hat. So gesehen sind irgendwie auch eine Partnervermittlungsfirma.
*großesgrinsen

Also uns wundert es nicht, dass so charmante „Butler“ bei den Frauen gut ankommen. So schick angezogen und auch noch mit Essen in der Hand – da kann man schon mal schwach werden. Danke, Daniel für dieses aufschlussreiche und tolle Gespräch. Wir bestellen wieder!